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News-Ticker

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Kommunale Wärmeplanung Gemeinde Oberscheinfeld

Kommunale Wärmeplanung Gemeinde Oberscheinfeld
Die „Wärme- oder Heizungswende“ steht derzeit im Fokus vieler Diskussionen. Die kommunale Wärmeplanung bildet einen entscheidenden Baustein bei der Verwirklichung dieses Vorhabens und ist ein bedeutender Schritt in Richtung der Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Sie ist einer der wesentlichen Faktoren auf dem Weg zur Treibhausneutralität und zur Umsetzung der Klimaschutzziele in Deutschland. Aus diesen Gründen hat die Gemeinde Oberscheinfeld beschlossen, im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, zusammen mit dem Institut für Energietechnik IfE GmbH die kommunale Wärmeplanung durchzuführen.

Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es einen Wärmeplan zu entwickeln, wie die Wärmeversorgung zukünftig ohne fossile Energieträger in der Gemeinde Oberscheinfeld aussehen könnte. Dabei können zentrale Lösungen, wie Wärmenetze, unter bestimmten Voraussetzungen Sinn ergeben, die kommunale Wärmeplanung beschränkt sich jedoch nicht ausschließlich auf diese Möglichkeit der Wärmeversorgung. Es werden alle Möglichkeiten zur zukünftigen Wärmeerzeugung aufgezeigt werden, zentral wie dezentral. Dies beinhaltet beispielsweise auch Biomasse wie Holz oder Biogas, Biomethan, Geothermie, Solarthermie oder Strom. Schlussendlich soll der Wärmeplan für jede Bürgerin und jeden Bürger unserer Kommune eine fachkundige Entscheidungshilfe darstellen. Wie zukünftig geheizt wird, entscheiden Sie aber weiterhin selbst.
Angaben zum Vorhaben
Titel und Förderkennzeichen:
KSI: Kommunale Wärmeplanung für die Gemeinde Oberscheinfeld (67K28970)
Laufzeit:
Die Förderphase läuft von 01.11.2024 bis 31.10.2025 (eine Verlängerung bis 28.02.2026 ist beantragt)
Fördergeber:
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
Projektträgerschaft:
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH 
www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Institut für Energietechnik übernimmt kommunale Wärmeplanung
Die Gemeinde Oberscheinfeld startet in die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung und macht damit einen entscheidenden Schritt in Richtung Klimaneutralität und nachhaltige Energieversorgung. Mit der Planung wurde das renommierte Institut für Energietechnik GmbH (IfE) von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden beauftragt. 
Die kommunale Wärmeplanung (KWP) dient als strategischer Fahrplan, um die Wärmeversorgung innerhalb der Kommune auf erneuerbare Energien umzustellen und bildet die Grundlage für weiterführende Detailplanungen. Die Umsetzung der Maßnahmen wird dabei durch ein regelmäßiges Monitoring begleitet, um Fortschritte und Anpassungen sicherzustellen. Die KWP ist ein strategisches Planungsinstrument, das die Kommune, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen durch die Organisation und Umsetzung zahlreicher Maßnahmen führt. Dabei wird der gesamte Prozess in mehrere Phasen gegliedert:
    •    Eignungsprüfung: Erste Prüfung der Optionen und Eingrenzung der Fokusgebiete.
    •    Bestandsanalyse: Erfassung und Bewertung der bestehenden Gebäude-, Siedlungs- und Energieinfrastruktur.
    •    Potenzialanalyse: Identifikation von Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien, Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen.
    •    Zielszenario: Entwicklung langfristiger Strategien für eine klimafreundliche Wärmeversorgung, einschließlich der Prüfung von Wärmenetzen und dezentralen Lösungen.
    •    Umsetzungsstrategie: Erarbeitung konkreter Maßnahmen und Zeitpläne für die Umsetzung klimafreundlicher Lösungen.
Ein besonderer Fokus liegt auch hier auf der Bürgerbeteiligung, die bei diesem Vorhaben eine zentrale Rolle spielen soll – und durch die lokalen Unternehmen als weitere Akteure verstärkt wird. Die Gemeinde Oberscheinfeld möchte die größtmögliche Mitwirkung ermöglichen, um das Wissen, die konkreten Sorgen und Herausforderungen, aber auch Ideen der Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in den Prozess einzubringen. 
Transparenz und Dialog stehen während des gesamten Prozesses im Vordergrund. Ein Kommunikationsplan wird erstellt, um die Öffentlichkeit regelmäßig über zentrale Meilensteine und Fortschritte zu informieren. Abgestimmt auf die jeweilige Projektphase werden unterschiedliche Formate für die Bürgerbeteiligung angeboten.
Die Arbeiten wurden kürzlich gestartet und sollen bis Anfang 2026 abgeschlossen sein. Die Gemeinde Oberscheinfeld freut sich darauf, diesen bedeutenden Weg gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen vor Ort zu gehen und die Grundlage für eine klimafreundliche Wärmeversorgung zu schaffen.
1.Bürgermeister
Peter Sendner

 

KWP Oberscheinfeld - Abschlussbericht