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Aktennummer: D-5-75-157-20

 

Ruine Scharfeneck

   

Schloßberg etwa um1925

Quelle: Georg Rückel, Herrnberg

Schloßberg etwa um 1925

Schloßberg 2015

Ruine Scharfeneck  

 

Auf dem Schlossberg hat sich als einziger aufgehender Rest der früheren Burg der Bergfried erhalten, dem zu seiner ursprünglichen Höhe von etwa 20 Meter heute nur wenige Meter fehlen. Der wuchtige Bergfried aus Buckelquadern stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Mit einer Seitenlänge von 7,2m und einer Mauerstärke von 2,65m unten und  2,35m oben, wird der Turm wohl als Machtsymbol, Auslug und sicherer Verwahrungsort gedient haben. Er erhebt sich über einem quadratischen Grundriss und schließt mit einer Aussichtsplattform ab. Die Außenmauern bestehen aus sorgfältig behauenen Schilfsandsteinen, die vor allem an den Ecken gebuckelt sind. Auffällig ist die ornamentale Anordnung der unterschiedlich gefärbten Sandsteinquader: Während die Grundstruktur des Turms aus grauem Sandstein besteht, weisen die Eckquader beige-gelbliche Steine auf. Die Westwand enthält in 10 Meter Höhe noch den originalen Hocheingang, der in einen kleinen Raum mit einer romanisch überwölbten Fensterkammer führte. Ein hier geplanter Kamin kam aber offensichtlich nicht mehr zur Ausführung.

Ende des 19. Jahrhunderts erschloss man den Turm für den Tourismus, indem man einen ebenerdigen Durchgang in das Mauerwerk brach und eine 77-stufige Holztreppe einbaute. In den Jahren 1972/73 wurde diese Treppe erneuert und auf 74 Stufen reduziert. Die jüngste Sanierung des Turms nahm der Steigerwaldklub, Zweigverein Oberscheinfeld, in den Jahren 1999 bis 2001 mit einer sorgsamen Steinergänzung und Reparaturen an der Aussichtsplattform (442,6 m über NN) vor.

(Claus J. Schmidt)
 

Ruine Scharfeneck bei Wikipedia

 

 

 

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