*  Portal NeaWiS  *     
     *  Verkauf über die Straße Zur Rose  *     
09167 244
RSS-Feed   Teilen auf Facebook   Teilen auf Twitter   Link verschicken   Drucken
 

Katastrophenfall in Bayern

16.03.2020

CORONA

 

Bürgertelefon Coronavirus: Tel. 09161-92 5050

 

Ansprache des Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder zur Ausrufung des Katastrohenfalles in Bayern

evtl. das Video zurückspulen!

 

  • Bars und Schwimmbäder werden weitgehend geschlossen, für Gastronomie und Geschäfte kommt es zu Einschränkungen, nicht aber für Supermärkte und Banken - das plant die Staatsregierung.
  • Sie will zudem den Katastrophenfall ausrufen, was den Behörden mehr Befugnisse und allen beteiligten Stellen eine einheitliche Kommandostruktur gibt.
  • In Bayern sind bislang vier Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus offiziell bestätigt worden. Insgesamt wurden in Bayern 886 Menschen (Stand: Sonntagmittag) positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Welche Landkreise betroffen sind, zeigt diese interaktive Karte.
  • Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schließen die Schulen und Kitas in Bayern von Montag an bis zum 19. April.
  • Angehörige sollen keine Besuche mehr in Alten- und Pflegeheimen machen.

 

Was der Katastrophenfall bedeutet

Montag, 16. März, 7.35 Uhr: Wenn die Staatsregierung den Katastrophenfall ausruft, dann greift sie zu einem Mittel, das üblicherweise bei Naturkatastrophen zum Einsatz kommt - meist sind das in Bayern Überschwemmungen oder Schneemassen. In der Regel wird ein Katastrophenfall auch nicht landesweit ausgerufen, sondern beschränkt auf einzelne Kommunen. Das bayerische Katastrophenschutzgesetz ist aber nicht auf Naturgefahren beschränkt, sondern lässt ganz bewusst sehr breiten Spielraum: Eine Katastrophe ist "ein Geschehen, bei dem Leben oder Gesundheit einer Vielzahl von Menschen oder die natürlichen Lebensgrundlagen oder bedeutende Sachwerte in ungewöhnlichem Ausmaß gefährdet oder geschädigt werden".

Die Ausrufung eines Katastrophenfalls klingt dramatischer als sie konkret ist. Denn diese Maßnahme hat vor allem organisatorische Gründe: Sie schafft eine einheitliche Kommandostruktur für die Behörden, damit diese gezielt und koordiniert auf eine Katastrophe reagieren können. Alle Einsätze von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk oder Hilfsorganisationen laufen dann über eine zentrale Stelle. Normalerweise übernehmen die Landratsämter die Funktion der Katastrophenschutzbehörde, bei überregionalen Bedrohungen kann das aber auch das Innenministerium in München sein. Das Gesetz gibt den Behörden darüber hinaus sehr weitreichende Möglichkeiten: Sie dürfen Katastrophengebiete räumen und den Zutritt verbieten. Sie hätten sogar das Recht, jeden Bürger zum Einsatz heranzuziehen - in Form von "Dienst-, Sach- und Werkleistungen".

 

https://youtu.be/t1RbLweo1d8