Markt Oberscheinfeld
Geschichtliches

Schon früh war es Marktflecken, doch war das Recht in den Wirren des 30jährigen Krieges verloren gegangen. Lothar Franz von Schönborn, Fürstbischof zu Würzburg und Bamberg hat es im Jahre 1716 urkundlich wieder verliehen mit dem Recht zur Abhaltung von 4 Märkten jährlich (ein Markttag kam später noch dazu). Dazu gibt es eine Urkunde vom 9. März 1716 und zwar für den ersten Sonntag Oculi, den 3. Pfingsttag, das Fest Jacobi und den Sonntag Luciae. In dieser Urkunde werden Schultheiß, Ratsverwandte, Ober- und Unterbürgermeister nebst 10 Räten angesprochen.
Vor allem an den Hängen von Oberscheinfeld ist Wein gediehen, wie es aus alten Flurnamen, z. B. Weingartsberg, noch heute hervorgeht.
Ein anschauliches Bild bietet auch die Zunftordnung von Oberscheinfeld aus dem Jahr 1711. Auch sie wurde von Lothar Franz von Schönborn, Fürstbischof zu Würzburg und Bamberg gesetzt. Jedes einzelne Handwerk hatte seine eigenen mehrsätzigen Verordnungen, so für Schneider, Schuhmacher, Weber, Zimmerleute, Maurer und Steinhauer, Schmiede und Wagner, Müller und Bäcker (die Müller mussten beim Galgenaufstellen in Scheinfeld behilflich sein), Büttner und Bierbrauer, Metzger, Schreiner, Schlosser, Glaser, Büchsenmacher und Ziegler.
Heute nun ist Oberscheinfeld eine Großgemeinde.

Infrastruktur

Auf dem Gebiet der Infrastruktur wurden bereits entscheidende Maßnahmen abgeschlossen. So sind die Ortsteile an die vollbiologische Kläranlage in Oberscheinfeld angeschlossen. Lediglich der Ortsteil Appenfelden besitzt eine eigene Teichkläranlage. In den nächsten Jahren wird die Kläranlage ertüchtigt.
Im Jahre 2000 wurde mit dem Bau einer zentralen Wasserversorgung begonnen. Zwischenzeitlich sind die Ortsteile Oberscheinfeld, Herpersdorf, Oberambach und Schönaich angeschlossen. 2011 soll der Zubringer nach Prühl gebaut und die restlichen Ortsteile Zug um Zug angeschlossen werden.
In den Jahren 1999 bis 2004 wurde im Ortsteil Stierhöfstetten eine einfache Dorferneuerung durchgeführt. Im Ortsteil Oberscheinfeld wurde der Ortskern im Zuge der Städtebauförderung gestaltet. Leider ist bisher nur Oberscheinfeld an DSL angeschlossen. Verhandlungen über einen Anschluss der anderen Ortsteile laufen derzeit.
Die Grundversorgung ist durch ein ortsansässiges Lebensmittelgeschäft sichergestellt.
Außerdem praktiziert ein Allgemeinarzt in Oberscheinfeld.

Schulwesen

Seit 1957 hat Oberscheinfeld einen eigenen Kindergarten (Träger ist die kath. Kirchenstiftung). Zwischenzeitlich wurde ein neuer, zweigruppiger Kindergarten durch den gleichen Träger eingerichtet.
Die Gemeinde gehört dem Schulverband Scheinfeld und dem Schulverband Geiselwind an.


Bauliche Entwicklung

1996 wurde ein weiteres Baugebiet in Oberscheinfeld mit 28 Bauplätzen erschlossen. Derzeit gibt es noch 7 freie Bauplätze.
Im Ortsteil Prühl verfügt die Gemeinde über ein erschlossenes Baugebiet mit noch insgesamt 4 freien Bauplätzen.
Zurzeit sind Planungen zur Altort- und Baulückenaktivierung im Städtebauförderprogramm am Laufen.

Kultur, Sport und Freizeit

Verschiedene Vereine in unserer Gemeinde bieten die Möglichkeit sportlicher und kultureller Freizeitgestaltung und tragen dazu bei, dass der Markt über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist.
Eine entsprechende Auflistung dieser finden Sie unter der Rubrik Vereine.

Ein Besuch "im Herzen des Steigerwaldes" lohnt sich, denn hier erleben Sie Quellwasser, Natur und Kultur pur. Alle Wander- und Radwege sind bestens ausgebaut und markiert. Die Gasthäuser in Oberscheinfeld laden Sie zu fränkischen Spezialitäten ein.

Außerdem finden Sie bei uns fast 20 Bildstöcke, die größtenteils liebevoll restauriert wurden und einen Aussichtsturm, die Ruine Scharfeneck, von dem Sie unsere Landschaft bewundern und bestaunen können. Die Jugend und Junggebliebenen können die Boccia-Bahn, das Beach-Volleyball-Feld und den Spiel- und Grillplatz nutzen.

Seit 2001 wird auch jährlich im Mai wieder ein Handwerker-, Bauern- und Kunstmarkt abgehalten.

Kommen Sie doch zu uns, wir freuen uns auf Sie !
Wolfgang Popp, 1. Bürgermeister